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Reparaturen

Tragflächen

Tragflächen sind im Grunde genommen nicht wirklich schwer zu reparieren solange man einige Dinge dabei beachtet.
Bei einer Rippenfläche ist es relativ einfach die Grundgeometrie beizubehalten, da das Ganze meistens auf einem Baubrett fixiert werden kann. Allerdings ist der Teufel bekanntlich ein Eichhörnchen und auch hier sollte darauf geachtet werden, dass man keinen Verzug in der Fläche hat.


Rippenflächen

Hier die Bilder einer Libelle - es war "nur" die Wurzelrippe und ein Teil der Nasenleiste beschädigt. Aus den Überresten der Wurzelrippe wurde eine neue reproduziert und die fehlende Nasenleiste mittels einem Balsavierkant grob angepasst.

Um bei der Beplankung möglichst viel Klebefläche zu erhalten, wurden die Balsaplatten geschäfftet, danach verschliffen und die Fehlstellen mit Leichtfüllspachtel geglättet.

Styro/Abachi Flächen

Bei den hier genannten Flächen ist es etwas schwieriger wenn man die Außenhälten der Flächenkerne nicht mehr hat. Dann muss mann mit viel Augenmaß und Hilfseinrichtungen (Leisten, Winkel usw) der Tragläche die richtige Geometrie angedeihen lassen.
Einfacher hat man es, wenn die Außenschalen vorhanden sind und man die Fläche damit wieder ausrichten kann. Selbst wenn man nicht die passenden Außenschalen hat, ist es besser als ohne ...

Die Flächen der ASH 26 waren eine richtige Herausforderung, da die Außenseite des Flügels eher einer Ziehharmonika glich. Leider waren auch die Querruder in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass auch hier eine Reparatur fällig war.




Die Ausgangssituation:

Zuerst müssen die Querruder instantgesetzt werden. Dazu müssen die Bruchstellen sauber und gerade ausgerichtet sein und man beginnt mit der ersten.
An der Bruchstelle wird mittels Dremel und einer Trennscheibe eine Nut ausgefräßt und eine Balsaleiste eingeklebt. Nach Aushärten des Klebers wird an der schadhaften Stelle die Beplankung abgetragen und die Anschlussenden geschäfftet und ein angepasstes Stück Abachifurnier eingesetzt.

Bei den Flächen ist die Vorgehensweise ähnlich, hier ist es unabdingbar, dass die Fläche so ausgerichtet wird damit ein Verzug vermieden wird. In diesem Fall hier gibt es drei Bruchstellen, die nacheinander bearbeitet werden.

Je nachdem wo die Beschädigungen sind, kommt ein Buche- oder Kieferstab zum Einsatz. Buche verwendet man in aller Regel dort, wo Steifigkeit in der Fläche benötigt wird - also eher in der Nähe von der Flächenwurzel.
In den äußeren Bereichen verwende ich Kieferleisten, damit sich die Fläche noch ein wenig biegen kann. Zuerst der Bruch am Servoschacht - hier wir eine Nut gefräst, die von den Maßen der Kiefernleiste entspricht.

Schalenflächen (GFK, CFK)

Es gibt verschiedene Schalenflächen - dies vorab. Die Tragflächen von F5J Modellen (die superleichten Zwecksegler) sind wegen der dünnen Außenhaut besonders schwer zu reparieren.

Bei Großmodellen geht das schon etwas besser wobei hier Aufmerksamkeit auf den Aufbau der Schale gefordert ist. Als erstes sucht man auf der gegenüberliegenden Fläche die Stelle aus, die vis a vis beschädigt ist. Wie hier gezeigt, wird ein Teilstück der Außenschale reproduziert. Wieviel Lagen Gewebe man verwendet, ist abhängig von der Flächenstruktur.

Nach dem aushärten des Teilstücks wird dieses so angepasst, damit es geschäftet eingesetzt werden kann. Im Anschluss wird die Schadstelle gespachtelt und verschliffen sowie lackiert.

Rumpfreparatur

Rümpfe zu reparieren hat so manche Schwierigkeit in sich. Hier muss sehr akribisch gearbeitet werden, da die Gesamtgeometrie des Modells beachtet werden muss. Wenn nicht alles im Vorfeld gerade ausgerichtet wird, macht sich das im Flug äußerst bemerkbar. Das beginnt bei der EWD (Scalemodelle mit T-Leitwerk) und die Ausrichtung der Leitwerke zu den Flächen.

Ich fixiere einen Rumpf mit Einbeziehung der EWD-Waage und den Maßen zu den Tragflächen. Wenn alles beachtet wird, hat man auch wieder Freude am Modell.



​Die Ausgangssituation - 2-teiliger Rumpf :-(